• Mario Schwaiger

Drohnen - Ein Geschenk des Himmels? Teil 2

Jetzt geht der Spaß endlich los! So gelingen Dir gleich auf Anhieb super coole Drohnen-Shots? Tipps & Tricks für Einsteiger*innen:


Lies vorher Teil1: "Das musst Du VOR dem 1. Drohnen-Flug beachten!"




Jetzt gehts endlich los mit dem Fliegen!


Akku & SD Karte rein in die Drohne, noch gschwind die Fly App von DJI bzw. deinem Drohnenhersteller runterladen, Handy mit dem Controller verbinden und los gehts. Mittels Automatikbefehl startet die Drohne und bleibt auf ca 1,20 m vor dir in der Luft stehen. Ab da kannst du die Drohne manuell steuern.


Der linke Controllerstick steuert die Höhe und horizontale Blickrichtung der Drohne, der rechte Controllerstick steuert die Flugbewegung nach vorne, zurück und seitlich. Zusätzlich gibt es noch ein Drehrad auf der Rückseite, der den Blickwinkel der Kamera steuert (Gimbal).


Es braucht ein paar Minuten, bis man den Dreh raus hat. Solange die Drohne von dir wegfliegt, ist es ein Kinderspiel. Ein bisschen tricky wird es, wenn du die Drohne um 180 Grad drehst und wieder zu dir zurückfliegen willst. Dann sind die links-rechts Bewegungen natürlich seitenverkehrt und man gerät etwas ins Schwitzen. Aber das kriegt man recht schnell in Griff. Fliegen klappt, jetzt gehts ans Filmen!



Immer langsam mit den Pferden!


Klingt fad, macht aber tolle Ergebnisse im Video! Und du läufst dazu nicht Gefahr, dass deine Drohne unsanft gegen einen Baum donnert und der Spaß vorzeitig beendet ist. Konfuzius sagt: "In der Ruhe liegt das Pferd" oder so ähnlich...😁


Viele Drohnen (auch die DJI Mini 2) haben einen Cinema Modus, was bedeutet, dass die Drohne selbst bei vollem Controlleranschlag nur recht langsam fliegt. Und selbst im Cinema Modus solltest den Speed noch drosseln. Je langsamer desto hübscher das Ergebnis. Wenns Dir in deinem Video doch zu langsam sein sollte, kannst du in der Nachbearbeitung das Tempo später noch erhöhen.


Falls du zu schnell fliegst und in der Postpro den Flug dann verlangsamen willst, setze die Bildrate (frames per second) deiner Kamera am besten auf 50 oder 60 fps. Damit hast du bei 50 % Speed des Clips immer noch 25 bzw. 30 fps und vermeidest so ruckelige Bilder im fertigen Video.



Kameraeinstellungen an der Drohne


Die Kamera an der Drohne bietet große Freiheit was die Farbtemperatur und Belichtung deiner Videobilder betrifft. Farbwert, Blende, ISO und Belichtungszeit lassen sich manuell steuern - auch im Flug. Das klingt verlockend, aber um ganz ehrlich zu sein: Das ist einfach nur mühsam.


Du bist während dem Fliegen mit so vielen Dingen beschäftigt, dass kaum noch Kapazität für komplexe Tätigkeiten wie manuelle Belichtung bleibt. Drohne im Auge behalten, gleichzeitig das Vorschaubild kontrollieren, ruhig und sicher fliegen, Restbatterie kontrollieren usw.


Lass die Automatik der Kamera daher immer eingeschalten. Das funktioniert erstaunlich gut. Klar gibt es dann hie und da Unterschiede in den Farben und der Helligkeit, nämlich jedesmal, wenn sich die Blickrichtung der Drohne und das aufgezeichnete Bild stark verändern. Aber erstens dauert das nur Bruchteile einer Sekunde und zweitens ist Anfang und Ende eines Fluges selten genau das, was man eigentlich filmen wollte.


Zur Einstellung der Videoauflösung ist eigentlich nur zu sagen: Nimm die maximale Auflösung, die deine Drohne hergibt. 4K UHD sollte es schon sein. So kannst du in der Postpro das Bild ohne nennenswerten Qualitätsverlust noch vergrößern und hineinzoomen.



Coole Drohnen-Shots erstellen!


Genug des technisches Geplänkels. Wie krieg ich jetzt coole Aufnahmen mit meiner Drohne hin? Diese 3 Techniken sind einfach zu fliegen und liefern super Ergebnisse:


  1. Überfliegen

  2. seitliche Flüge

  3. Quick Shots (Automatik)


1. Überfliegen: Wenn du ein Objekt oder eine Person überfliegst, beginne den Flug mit genügend Abstand zwischen Drohen und Ziel (mind. 20 m). Starte gerade so hoch, dass du eine gerade (sichere) Linie darüber fliegen kannst, ohne die Flughöhe verändern zu müssen. Achtung! In hügeligem Gebiet nicht ganz einfach einzuschätzen! Probeflüge machen!


Sobald du aufzeichnest, fliege gleichmäßig und langsam auf dein Ziel zu und überfliege es. Sobald du Objekt oder Person überflogen hast, fliege weiter und steige gleichzeitig mit der Drohne höher. Der Schlüssel hier ist eine relativ niedrige Flughöhe zu Beginn des Shots (der das Objekt besser in Szene setzt) und der langsame Steigflug danach (Panorama). Looks great!


2. seitliche Flüge: Wenn sich dein Objekt bewegt, sind seitliche Flüge sehr effektiv. Nehmen wir jemand, der zu Fuß geht. Wieder mit genügend Abstand, aber nicht zu weit entfernt, richtest du die Kamera auf das Objekt und fliegst seitlich (parallel) dazu. Beginne hinter dem Objekt und überhole es langsam während des Fluges. Der Schlüssel hier ist das Auftauchen und Verschwinden des Objekts im Bild. Das Ganze kannst du natürlich in beide Richtungen machen - überholen in dieselbe Richtung oder entgegengesetzte Bewegungsrichtung zw. Objekt und Drohne


3. Quick Shots: Von manuellen Kreisflügen um ein Objekt herum würde ich dir abraten. Das ist zu kompliziert und auch verdammt gefährlich. Für Kreisflüge empfehle ich Dir die Quick Shots zu nutzen. Das sind vorgefertigte Programme, die deine Drohne automatisch um dein Objekt herumfliegen lassen. Zb der Modus "Boomerang": Die Drohne startet tief, fliegt einen Bogen hoch, umkreist das Objekt und kommt im Sinkflug wieder zurück. Genial!



Zum besseren Überblick hab ich Dir auch dazu ein Video mit allen Infos dazu erstellt:




RTH Funktion für den Notfall


Es kann trotz aller Vorsicht schon mal vorkommen, dass du deine Drohne aus den Augen verlierst. Keine Panik! So gut wie alle Drohnen haben eine automatische "Return To Home" Funktion. Drück den "RTH" Button am Controller und deine Drohne macht folgendes: Sie steigt, da wo sie gerade ist, zuerst auf die voreingestellte RTH Höhe (check deine App vor dem Flug!), fliegt dann gerade zu Dir, bleibt über dir stehen und sinkt langsam, bis sie bei Dir in Bodennähe ist.


Du kannst diesen Vorgang jederzeit manuell unterbrechen, denn Hindernisse werden nicht automatisch von der Drohne erkannt! Stell die RTH Höhe daher hoch genug ein und stell vorher sicher, dass kein Objekt in deinem Fluggebiet höher ist. Ist deine Drohne wieder bei Dir, kannst du mit der automatischen Landefunktion den Flug sicher beenden.




Fazit


Drohnen liefern nicht nur fantastische Bilder für deine Videos, sondern machen auch eine Menge Spaß. Das Fliegen alleine macht süchtig! Das "richtige" Filmen damit braucht etwas Übung, ist aber leicht zu erlernen. Der Mehrwert für deine Videos ist jedenfalls riesig! Jedes Thema, jede Person und jedes Objekt lässt sich mit Drohen-Shots beeindruckend ins Szene setzen. Deine Videos werden strahlen! Und Du mit Sicherheit auch. 🤩🤩


Liebe Grüße

Mario



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